Troja - Director's Cut

seit 19. April 2007 in ausgewählten Kinos

ab 14. September 2007 als DVD

Seit Troja 2004 in unsere Kinos kam sind 3 Jahre vergangen. Nach einer eher zurückhaltenden Aufnahme durch die Kritiker war der aufwendige Film von Wolfgang Petersen in Amerika mit eher mittlerem Ergebnis in den Kinos gelaufen. Offenbar hat er jedoch auf dem internationalen - vor allem europäischen - Markt so eingeschlagen, dass er mittlerweile als Petersens erfolgreichster Film gilt.

Bei Produktionskosten von 130 - 200 Millionen Dollar - die Angaben schwanken - soll "Troja" weltweit eine halbe Millarde Dollar eingespielt haben. Nicht schlecht soweit, oder?

Nun hat Petersen, der seinerzeit bei der ersten Kinofassung doch ziemlich viel schneiden mußte, und dadurch das Tempo des Films, wie er selber sagt, eine "Eigendynamik" entwickelt hatte, einen 30 Minuten längeren "Director's Cut" gemacht, der offenbar seiner ursprünglichen Vorstellung von Troja mehr entspricht.

Insgesamt soll nochmals 1 Mio Dollar in diese Neufassung geflossen sein.

Die am 14.09.2007 erscheinende DVD wird nochmals umfangreiches Bonusmaterial haben, inklusive einer Einleitung von Herrn Petersen.

Da der Film auch kurzzeitig in München lief, habe ich ihn im Kino mit Evi gesehen.

 

 

Das echte Highlight ist, dass die Ithaka-Szene mit Odysseus tatsächlich, ja wirklich und wahrhaftig, ganz und gar eingefügt wurde! Sie ist wunderbar gespielt von Herrn Bean und das allein war den Besuch schon wert.

Das Bild war brilliant - man darf vermuten digital, und obwohl der Anfang leicht verändert ist, hören wir doch Odysseus einleitende Worte, eventuell jedoch eine andere Aufnahme, denn irgendwie klang das ganze weicher.

Ansonsten sind vor allem die Schlachtszenen ausführlicher und brutaler. Da es sowieso sehr viele Schlachten gibt, fand ich das fast schon ein bischen zuviel, aber das mag Geschmackssache sein. Da der Film so auf eine Länge von geschätzten 3 Stunden und 10 Minuten kommt, hätte ich mir fast gewünscht, dass ein Zwei- oder Dreiteiler daraus geworden wäre - dann wären die epischen Kampf-Szenen besser zu verkraften gewesen.

Gleichzeitig werden uns die Helden in perfekter Schönheit und vorbildlich muskelbepackt noch ausführlicher und länger vorgeführt, was dann zusammen mit dem sehr klaren Bild manchmal schon fast wie ein Comic wirkte (aber ein sehr guter <g>)

Ansonsten dürfen wir jetzt echt (ja wirklich!) nackten Busen sehen und die fast-ganz-nackerten Ansichten von unseren Helden sahen mir ein paar mal auch gewagter geschnitten aus - was ja durchaus zum Stil der griechischen Sage paßt.

Ganz insgesamt ist der Directors Cut, so wie Petersen ja schon sagte, epischer mit einem ruhigeren Rhytmus als die Kinofassung.

   
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