Die Mauern von Troja

Die stelle ich mir gigantisch vor. Zyklopisch, gewaltig, nicht von Menschenhand

10 Jahre soll der Trojanische Krieg gedauert haben.

Die Stadt, die sich im Schutz ihrer enormen Ummauerung duckt, war nicht einzunehmen.

Wie soll man auch, als kleiner Mensch, diese gewaltige Schutzanlage überwinden?

Nur mit einer List sollten schließlich die Mauern von Troja fallen.

Da die Stadt nicht einzunehmen war, zogen die griechischen Stämme offenbar ab.

Sie hinterließen als Opfergabe ein großes hölzernes Pferd. Die Idee kam von Odysseus

Man fragt sich, warum die eingeschlossenen Trojaner so dumm waren, es in ihre Stadt zu ziehen.

Und da das Pferd zu groß war für die Stadttore,

rissen schließlich die Troer selbst ihre unüberwindliche Stadtmauer ein.

Aber das fragt man sich leicht, hinterher, wenn es sowieso schon jeder immer besser gewußt hat.

Vielleicht war es den Trojanern ja auch einfach mächtig langweilig geworden.

Oder sie waren schlichtweg gierig - das Pferd wollten sie haben.

Oder es waren wirklich die Götter, die es einfach so vorhatten mit Troja.

Und in Wirklichkeit soll ja auch ein Erdbeben die Ursache sein, und kein Holzpferd.

Aber sei es wie es sei.

Das Ende bleibt immer gleich. Die Mauern fallen.

Troja ist zerstört.

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rg/05. Dezember 2003