die schöne Helena

"...Tadelt nicht die Troer und hellumschienten Achaier,
Die um ein solches Weib so lang' ausharren im Elend!
Einer unsterblichen Göttin fürwahr gleicht jene von Ansehn!..."

aus: Ilias von Homer, Übersetzung von Johann Voß, 1793

So schön war sie also, sprichwörtlich schön, die "schimmernde" Helena, dass über die Jahrtausende Ihr Zauber unverändert scheint. Und wie poetisch von den alten Griechen, dass nicht Geld, Gold, Schätze, Macht, Einfluß der eigentliche Dreh- und Angelpunkt des Kampfes um Troja sei, sondern eine schöne Frau!

Helena hat die Phantasie unzähliger Generationen beflügelt. Jede hat für sich in Vorstellung und Traum ihr vollkommenes Bildnis gesehen. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Wieviele haben wohl vor ihrem inneren Auge dieses Sinnbild der perfekten Frau erschaut? Und wieviel unterschiedlichste Schönheit dabei gesehen?

Das ist die Macht der Worte, die kein wirkliches Bild
je übertreffen wird: Das jeder sich sein eigenes
ureigenstes Ideal der Schönheit
erschaffen kann...

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rg/21. Oktober 2003