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"...Why don't you kill
him? Then you can keep the sword..." |
Zitat
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Quelle
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"SHARPE'S SWORD" - Film, 1994-- rg/03. November 2006 |
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Sharpe's Sword Die Scharfschützen - Jenseits des Todes Richard Sharpe, Major - Sean Bean
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"Sharpe's Sword" beginnt mit Personen, die nicht weiter weg von so etwas brutalem wie einem Schwert sein können: Wir sehen eine Kutsche mit einem Priester und einigen Nonnen darin. Aber der Frieden dieser ersten Szene dauert nur einige Augenblicke, dann wird er gebrochen. Eine Gruppe französischer Soldaten stoppt sie. Die Franzosen töten die Nonnen und foltern den Priester. Und der grausamste unter ihnen ist der Mann mit dem Degen, Colonel Leroux von Napoleons berühmter Kaiserlicher Garde. Swords/Schwerter. Degen. Warum identifizieren wir den Mann mit dem Schwert sofort als gefährlich? Wir sehen Leroux, sein wunderbaren Klingenthal-Degen, und wir glauben sofort, das er der schwarze Ritter, der Tod, Verrat, Verderben bringen wird... |
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"Schwert" - von althochdeutsch "swerd" "Sword" - from Old English "sweord" Fundort: Internet: Wikipedia |
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Wir wissen es schon lange, sehr lange, aus den Zeiten, an die wir uns nur durch lange tradierte Geschichten erinnern, Geschichten, die weitererzählt werden, seit unsere Geschichte in der Dunkelheit vor dem geschriebenen Wort entschwindet. Eine dieser Geschichten ist das Nibelungenlied, das die Abenteuer von Siegfried erzählt, von Königen und Rittern - und nicht zu vergessen - von einigen wunderschönen Frauen. Die geschriebene Version des Nibelungenliedes, die wir kennen, wurde im 12. Jahrhundert verfasst. Und warum mußte ich an diese Erzählung denken, einmal abgesehen davon, das wir hier von einem dieser berühmten Schwerter erzählen hören, die sogar Namen tragen, in diesem Fall Siegfrieds Balmung? Es muß wohl Leroux gewesen sein, dieser kaltherzige Krieger, der mich unwiderstehlich an die dunkelste Gestalt des Nibelungenliedes erinnert hat: Hagen. Hagen von Tronje. "...von Tronie Hagene". Ein, wie das Lied sagt, "...Recke.. ...starc und vil küene / in scharfen striten unverzaget..." - stark und tapfer, in harten Kämpfen erprobt... Und wo der Autor des Nibelungenliedes in den ersten Kapiteln, genannt "Adventiures" ausufernd alle anderen Personen beschreibt, wird Hagen nie erklärt. Er wird von König Gunter dem Burgunder gerufen, als niemand sonst am Hof weiß, wer der edle Mann mit seinen Streitgefährten sein mag, der unangekündigt am Tor von Worms erscheint... "...sit wir in nicht erkennen, so sult ir heizen gan / nach minem oeheim Hagenen: / den sult ir si sehen lan..." - " Und damit betritt
eine der Schlüsselfiguren des Nibelungenliedes, ...eine der glutvollsten,
der erschreckendsten, doch so vertrauten Gestalten die Bühne: Hagen
von Tronje. ... Und man (hört) den Tronjer hereinklirren und die
anderen bei seinem Eintritt verstummen."
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Die Filme: Die Scharfschützen - Das Banner des
Blutes -- Sharpes Rifles Sharpes Revenge Sharpes Justice Sharpes Waterloo
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Doch wenigstens eine der Frauen, eine Novizin, hat es geschafft, zu entkommen, und wundern wir uns wirklich darüber, das sie kurze Zeit später von unserem Richard Sharpe und seinen Männern gerettet wird? Aufgrund der schrecklichen Dinge, die sie miterleben mußte, kann sie nicht sprechen, und kann sich auch nicht wirklich erinnern, was geschehen ist. Und da niemand ihren Namen weiß, wird sie einfach "Lass" (ugs. englisch für "Mädchen") genannt. Lass nun zeigt, das sie eine echte Frau ist und erwählt als ihren Retter, Helden und Beschützer keinen anderen als unseren Mister Sharpe. Armer Sharpe - nicht nur dass er sich um Lass kümmern muß, muß er sich auch noch mit dem gefangengenommenen französischen Offizier, Captain Delmas - wie er sich selber nennt - herumschlagen den er sofort instinktiv ablehnt. Die Umstände seiner Gefangennahme waren irgendwie merkwürdig, er wurde neben dem Leichnam eines hohen französischen Offiziers gefunden, zumindest seine Uniform wies darauf hin. Dann trägt Delmas einen wundervollen Degen, einen Klingenthal, und ist das nicht ein zu teures Ausstattungsstück für einen kleinen franzöischen Offizier?
Wir? Wir wissen bereits, dass er Leroux ist, denn wir haben gesehen, wie er erst die Uniformjacke mit dem anderen Offizier tauschte und ihn dann kaltblütig niederschoß. Aber Sharpe? Er kann das nicht wissen, doch sein Instinkt sagt ihm trotzdem, dass der Franzoser nicht der harmlose Kerl ist, für den er sich ausgibt. Als er sein Ehrenwort geben will, dass er nicht flieht, ist Sharpe absolut dagegen, aber er wird von seinem kommandierenden Offizier, Colonel Berkeley, überstimmt. Zurück im Camp führt Lass' Entschluß, das sie nur von Richard Sharpe beschützt werden will, zu einigen bemerkenswerten Szenen. Sie möchte nicht in Sergeant Harpers und Ramonas Zelt bleiben, und kaum ist sie allein, flieht sie in Sharpes Unterkunft, wo er sie findet, als er schlafen gehen will. Nicht das er nicht alles versucht, sie wieder zurückzuschicken, aber am Ende muß er nachgeben: Lass schläft in seinem Zelt - auf dem Boden, mit eigener Decke, streng ermahnt, genau da zu bleiben, wo sie ist! Und in der nächsten Nacht schläft Sharpe draußen, und sie in seinem Bett.. |
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"...Sigurd der südliche sein Schwert
legt' er, / Die zierliche Waffe, mitten zwischen sie. Ja, diese ritterlichen Männer - immer so rücksichtsvoll - und immer zur falschen Zeit... Oh ja, und dies ist auch von einer Siegfried Sage - Hat jemand wirklich geglaubt, er war nur unter einem Namen bekannt? Nein, Nein! Sigurd wird er in einer älteren Version der Geschichte, niedergeschrieben in der "Edda", genannt. Und diese schriftliche Version - siehe Zitat oben - ist aus dem 8./9. Jahrhundert. Und hier ist er mit der Walküre Brunhilde zusammen. In der Nacht, im Bett. Aber sie soll sein nicht sein, er hat geschworen, dass sie König Gunter gehören soll, und so... (tja!) |
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Aber zurück zum finsteren Geschäft des Krieges ... Unglücklicherweise erweisen sich Sharpes Zweifel an dem Gefangenen als richtig. Der sogenannte Delmas, der sich nun frei im Lager bewegen kann, wird auf Wunsch von Sharpe vor ein Ehrengericht gestellt. Sharpe möchte beweisen, dass Delmas nicht das ist, wofür er sich ausgibt, und das er tatsächlich kein anderer als Colonel Philippe Leroux ist. Zum Beweis legt er die beiden französischen Uniformjacken vor, und als Delmas aufgefordert wird, sie anzuprobieren, zeigt sich, dass die eine ganz offensichtlich viel zu klein für ihn ist, und die andere, die eines Colonel, perfekt sitzt. Aber Delmas verteidigt sich mit Hilfe des liebenswürdigen britischen Offiziers Lord Jack Spears, zur Zufriedenheit von Colonel Berkeley. Und wieder hat er Sharpe übergangen... Das "South Essex" Regiment wird nach Villafranca beordert. Hier wird das Fort von den Franzosen gehalten, und die Stadt ist in britischer Hand. Kaum erreichen sie ihr Ziel, immer noch mit "Delmas" im Schlepptau, entdeckt Sharpe, das eine weitere Heimsuchung auf ihn wartet: Der britische Offizier der das Kommando hat, ist kein anderer als der arrogante Simmerson! Und kaum treffen sie in Sichtweite von Stadt und Fort aufeinander, kommt es zur Konfrontation, in der Lord Spears sofort auf Sharpes Seite steht und Simmerson vor dem ganzen Regiment und den Honoratioren der Stadt brüskiert. Für Sharpe, der andauernd mit der Arroganz der adligen Offizierskaste zu kämpfen hat, ist dies eine so ungewöhnliche Situation, das er nun wirklich beginnt, Freundschaft mit Spears, der ihm bereits das Du angeboten hat, zu schließen...
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"...und wil dirz helfen enden / so ich aller
beste kan. / doch hât der künec Gunther / vil manegen hôchferten
man..." Hmmm, ja, und auch das ist aus dem Nibelungenlied... Da, wo Siegfried entscheidet, nach dem Königreich Burgund zu ziehen, denn er hat von der großen Schönheit Kriemhilds, der Schwester des Königs, gehört. Nun kann man sich wundern, wird das wirklich zu Siegfried gesagt? SIEGFRIED?? Dem Prinzen? Dem Sohn des Königs von Xanten? Der wird gewarnt, das er dort "...hochmütige" Männer finden wird? Er geht doch nur in das Land eines anderen Königs, und das, dürfte man meinen, bedeutet einen Besuch von gleich zu gleich? Adlige unter sich? ...Und ja, hier beginnt es wirklich interessant zu werden. Und ich lade Euch ein - kommt...kommt mit auf eine Reise, die uns zurückführen wird, weit zurück, in eine Zeit vor den geschriebenen Stücken, zurück zu den Wurzeln, Siegfrieds Wurzeln, und die liegen weit, sehr weit zurück, sie reichen bis ins 5. Jahrhundert. Und hier finden wir: Eine Zeit des Umbruchs, gewalttätig und rauh. Die Völkerwanderungszeit - primitive germanische Volksstämme zerstören die 400 Jahre alte PAX ROMANA und die verfeinerte Kultur der Römer innerhalb nur einiger weniger Jahre! Grimmige Männer, die ihre Heimat verlassen haben, und auch deren Gesetze und Regeln. Und es ist ein bestimmter Typ Mensch, der in solchen Zeiten gebraucht wird. Nicht die "Königssöhne"... nicht die "Erben" der feinen Hofleute, nein. Denn hier gibt es nichts zu erben. Aber alles zu gewinnen. Wenn du einfallsreich bist. Wenn du Köpfchen besitzt. Wenn du stark bist. Und wenn du das vor allem anderen hast: Den Hunger und den Drang, dich selbst zu verbessern, deines eigenen Glückes Schmied zu sein, dein eigenes Königreich zu kreieren... Und diese Männer sind für gewöhnlich nicht die satten, trägen Adeligen sondern - wie in allen Zeiten - die Prinzen von Nirgendwo von einfacher Herkunft mit den leeren Mägen und den schnell gezückten Schwertern.
Und Siegfried mit seinem edlen Schwert "Balmung"? Die Beschreibungen sowohl in der Edda als auch im Nibelungenlied sind schön kurz und faktenreich: Siegfried kam zum Königreich von Nibelung und Schildung, zweier Zwerge, die nicht entscheiden konnten, wem von ihnen der große Schatz gehören sollte, den sie besaßen. Sie fragten den Fremden, und Siegfried versuchte eine Lösung zu finden. Doch am Ende, als die beiden noch genauso wie am Anfang stritten - tötete er beide, nahm den Schatz und wurde zum König des Landes - was aus ihm dann einen "Nibelungen" machte (daher der Name) Auch traf er auf seinen Reisen eines Tages auf einen Drachen, genannt Fafnir, und tötete ihn (das muß mächtigen Eindruck gemacht haben, denn in den älteren Erzählungen wird er stets "der Drachentöter" genannt!) So: Da sind sie, alle Ingredenzien des Selfmade-Mannes, bekannt und gefürchtet wegen seiner Stärke, der sein eigenes Image kreiert und von seinem Schwert lebt... "...Siegfried war kein Königssohn. Er war ein haus- und hofloser Abenteurer, er kam aus der Schicht, aus der in jener grauen Vorzeit die 'Recken' hochgespült wurden..." (aus: Diesteln für Hagen)
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Da zeigt Leroux sein wares Gesicht: Er nutzt die Unaufmerksamkeit der Briten, und flieht in Richtung Fort. Den jungen Leutnant, der ihn aufzuhalten versucht, schießt er über den Haufen. Berkeley, geschockt von Lerouxs Rücksichtslosigkeit und den Ereignissen, entscheidet, das eine sofortige Attacke auf die französische Festung angesagt ist. Sie soll noch in der gleichen Nacht als Überraschungsangriff erfolgen. Aber als der Angriff beginnt, begreifen wir ziemlich schnell, das die Franzosen vorbereitet sind - und irgendwer muß sie informiert haben, irgendwer auf der britischen Seite. Ein Verräter - und das kann nicht Leroux sein, denn der verschwand, bevor Berkeley seine Entscheidung getroffen hatte. War es vielleicht der irische Rektor? Oder einer der britischen Soldaten? Eine Frage, die uns bis zum Ende der Geschichte beschäftigen wird. Aber in diesem Moment, in der Dunkelheit der Nacht, fürchten wir mit den Engländern. Die Attacke wird zum gräßlichen Massaker. Berkeley wird tödlich verwundet und Sharpe übernimmt das Kommando. Es gelingt ihm sogar, über eine Bresche in das Fort einzudringen, wo er Leroux vorfindet, und ein verbissener Kampf, Schwert gegen Schwert, beginnt...
...er endet damit, das Sharpes schweres Kavallerie-Schwert zerbricht, und dem eiligen Rückzug der Engländer. Im Chaos, das entsteht, wird Sharpe niedergeschossen, ohne das irgendeiner seiner Kameraden etwas davon bemerkt. Und am nächsten Morgen ist es Harper unmöglich, ihn tot oder lebend zu finden. Für die Welt ist Sharpe tot... |
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"...Die frühen Sagen kennen viele Recken. Sie mußten stets siegen. Ihre erste Niederlage war zugleich ihr Ende; man zertrampelte sie..." (aus Diesteln für Hagen) "Hier ist in dem Liede gesagt von dem Tode Sigurds. Und geht es hier so zu als hätten sie ihn draußen getödtet; aber Einige erzählen so, daß sie ihn erschlugen drinnen in seinem Bette, den schlafenden. Aber deutsche Männer sagen, daß sie ihn erschlugen draußen im Walde. Und so heißt es im alten Liede von Gudrun, daß Sigurd und Giukis Söhne zum Thing geritten waren, als sie ihn erschlugen. Aber das sagen Alle einstimmig, daß sie ihn treulos betrogen und ihn mordeten liegend und wehrlos."(aus: Ältere Edda, Bruchstück (?) eines Brynhildenliedes.)
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"...Die bluomen allenthalben von bluote waren naz..."
Siegfried, der Mann ohne Alles, hat alles durch sein Schwert erreicht, er hatte es geschafft, er hatte alles gewonnen. Reicher als man es sich er träumen kann durch den "Nibelungenschatz", hatte er sogar die Hand und das Herz von Krimhilde gewonnen, einer echten Prinzessin. Aber ein Streich mit einem Schwert, und alles ist für ihn vorbei. Und wir vermeinen das kollektive Aufatmen der Etablierten zu hören. Die Ordnung ist wiederhergestellt. Alles kann jetzt wie gewohnt weitergehen. Und Hagen mit seinem kalten Verstand weiß auch, was mit Siegfrieds Leichnam zu tun ist. Sie werden ihn fein säuberlich Krimhild zurückgeben, seiner liebenden Frau: "...es hiez hagne tragen / sifrieden also toten / von niblunge lant / fur eine kemenaten / da er kriemhilde vant / er hiez in tougenliche / legen an diu ture / daz si in da vinden solde / so si gienge her fure..." "...Hagen hieß sie tragen / Siegfried den Toten / aus der Nibelungenland / vor die Kemenate / in der Krimhild sich fand / er hieß sie in säuberlich / zu legen vor die Tür / damit sie in da finden sollte / wenn sie ginge da herfür..." |
...Und da ist sie, die Frage. Warum? Warum muß es Sharpe sein? Und die Antwort? Kein Sinn, kein wirklicher Grund. Der Krieg, die Grausamkeit des Lebens. Ein Verräter, der irgendetwas wollte. Und es ist Leroux, der Mann ohne Gewissen, dort im Hintergrund. Er ist der Hagen zu Sharpes Siegfried, und das Blut der Opfer wird für immer auf die Blumen auf dem Feld fallen...
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Was im Nibelungenlied folgt, ist eine Zeit tiefer Trauer. Krimhild weint um ihren verlorenen Liebsten. Aber nach dem ersten tiefen Schock möchte sie wissen: Wer war verantwortlich dafür? Wer hat Siegfried verraten? Kriemhild ändert sich. Aus der fröhlichen Prinzessin wird eine dunkle, gedrückte Person, eine verlorene Seele. Für sie ist die Erde nun die Hölle. Und von nun an will sie nur eins: Rache... |
...Sharpes Freunde hören nicht auf, nach ihm zu suchen. Und am Ende, nach einem Hinweis des irischen Rektors, bewegen sie sich in die richtige Richtung. Da ist dieser Raum. ein dunkler, tiefer Keller, in den die einfachen Soldaten gebracht werden, wenn sie tödlich verwundet sind. Er wird der Todesraum genannt, und so sieht er auch aus. Ein verlorener Platz für verlorene Seelen. Wenn es eine Hölle auf Erden gibt, dann ist sie hier. Langsam gehen Harper, Ramona und Lass die Stufen hinunter, sie würden sogar die Hölle bekämpfen, um ihren Major zu finden, und Gott sei Dank, eine der miserablen Kreaturen, die zum Sterben hierhergebracht wurden, ist der Mann, den sie suchen... |
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Nun beginnt ein grimmiger Kampf um Sharpes Leben. Lass ist entschlossen, ihn wieder ins Leben zurückzubringen. Und sie, die ihren Glauben an die christliche Religion verloren hatte, nimmt sogar an einer Messe teil, nachdem sie während der langen einsamen Nächte, die sie an seinem Krankenbett verbringt, wiedergefunden hat, was sie verloren geglaubt hatte. Harper sucht verzweifelt nach etwas, das helfen könnte, und beginnt damit, aus einem Rohling ein neues Schwert zu schmieden. Er formt, schmiedet und schleift es. Es wird fertig sein, wenn sein Major es wieder braucht, und er wird wieder ein Schwert brauchen, da ist sich Harper todsicher. Und Sharpe findet am Ende tatsächlich ins Leben zurück. Das Fieber ist gebrochen, seine schrecklichen Wunden heilen und Lass erklärt ihm ihre Liebe - Aber jetzt Moment mal, war sie nicht noch vor einer Minute stumm? Naja, das zeigt mal wieder, welchen Effekt Sharpe auf die armen Frauen hat, die ihm nahe kommen. Sie können sich einfach nicht helfen, sie verlieben sich in ihn und werden durch die einfache Methode geheilt, das Bett mit ihm zu teilen. Zur selben Zeit sucht Rifleman Harris, der Gebildete unter ihnen, in der Bibliothek des Schlosses nach dem Buch "Candide". Das war das Buch, das Leroux dabei hatte, als sie ihn gefangen nahmen und Harris ist sicher, das, wenn er nur die sog. "Rechnung", die Leroux in seiner Brieftasche hatte, mit dem Buch vergleichen kann, er den Code entziffern und diese Rechnung als Geheimnachricht entlarven kann. Wird sie das mit der Antwort versorgen, wer der Verräter auf der englischen Seite ist? Am Ende findet er mit der unbewußten Hilfe von Simmerson Candide. Harris beginnt zu übersetzen. |
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Kriemhild akzeptiert den Heiratsantrag des mächtigen Hunnenkönigs Attila. Er, beeindruckt von ihrer Schönheit und Bildung, ist gewillt, alles zu tun, was sie wünscht. Krimhild hat herausgefunden, wer verantwortlich war für Siegfrieds Tod: Nicht nur Hagen, sondern auch ihre eigenen Brüder. Und so beginnt der letzte Akt des Nibelungenliedes. Die burgundischen Könige und ihre Ritter werden zu einem großen Fest an Attilas Hof eingeladen. Als sie alle in der Halle versammelt sind, bricht Kriemhild die heiligen Regeln der Gastfreundschaft. Sie, die nie aufgehört hat, Siegfried zu lieben, möchte, das alle, die sich an seinem Tod schuldig gemacht haben, voll dafür bezahlen. Die Burgunder kämpfen tapfer, aber sie können nicht gegen die Gefolgsleute des mächtigen Attila gewinnen. |
Der immer noch geschwächte Sharpe verläßt sein Krankenlager (und Lass) und seine Männer präsentieren ihre Geschenke: Das neue Schwert von Harper, braunes Papier von Hagmann - und der Name des Verräters von Harris. Da der nun gefunden ist, beginnt der letzte Akt. Er wird seine Bestrafung finden. Und da diesmal niemand die andere Seite informiert hat, gelingt die neue Attacke auf die franzöische Festung. Sharpe - man muß sich wundern wie seine Wunden so schnell heilen konnten - findet Leroux und diesmal wird ihn niemand von seiner Rache abhalten. Es wird zum Zweikampf mit den Degen kommen, Mann gegen Mann... ...und ich werde NICHT verraten, wer am Ende am Boden liegt! |
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Am Ende, als nur noch Hagen übrig ist, konfrontiert ihn Kriemhild: Si sprach so habt ir vbele geltes mich gewert / so
wil doch ich behalten daz Sivrides swert Si zoch ez von der scheiden daz enchunder niht gewern
/ do dahte si den rechen des libes vol behern
Sie sprach: so habt ihr Übles mir gebracht
/ so will doch ich halten das Schwert Siegfrieds / Sie zog es aus der Scheide, das keiner sich erwehren
konnte / da gedachte sie sich zu rächen am Leib des Kriegsherrn
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Wenn in einer Geschichte ein Schwert vorkommt, können sich die Menschen interessanterweise nicht von diesen alten Bildern des Mannes mit dem Schwert lösen. Etwas mythisches schwingt mit. ein Schwert ist nicht einfach eine Waffe, sondern auch ein Symbol für eine bestimmte Art zu leben und für Tausende von Jahren unserer eigenen Geschichte. Der Ritter gehört zum Schwert, auch wenn er kein Edelmann im herkömmlichen Sinne ist. Siegfried war das nicht, und auch nicht Sharpe. Aber beide lebten - und leben - durch das Schwert, und sogar Bernard Cornwell, für gewöhnlich so sachlich, kann sich diesem Einfluß nicht entziehen. Im Vorwort zu seinem Buch "Sharpes Sword" sagt er:
"...I have never really thought of Sharpe as a man from the age of chivalry, yet he is certainly no economist and his sword was ever ready to leap from its scabbard when a woman was involved..." / from book "Sharpe's Sword" by Bernhard Cornwell, HarperCollins Publishers, London, paperback edition 1994 (first published 1983) |
Schwerter/Swords... Nachdem ich Tage und Wochen damit verbracht hatte, mehr über diese mythische, historische, tausende von Jahren alte Waffe zu erfahren, traf es mich am Ende wie ein Blitz. Plötzlich begriff ich, was ein Schwert wirklich ist. Das war, nachdem ich gerade einen Artikel gelesen hatte in dem das Schärfen von Schwertern mit dem von Küchenmessern verglichen wurde, und das hatte mich sofort an einige gnadenlos scharfe Messer in meiner eigenen Küche erinnert... Ja, und das war am Ende der Moment, als ich es schlagartig vor mir sah: Nichts leicht unreales, nichts bedeutungsschweres, kein Zeichen, Symbol oder Methode, keine besondere Kunst, Fechtkunst oder ähnliches. Nein. Am Ende ist es nur das: ein ziemlich großes Messer, ein Ding. Etwas Prosaisches und sicherlich kein Spielzeug. So ist es: Hier bist du, und der Mann der dir gegenübersteht, zieht dieses nahezu einen Meter lange Messer aus scheinendem Stahl, mit einer Schneide so scharf geschliffen, dass sie so leicht wie durch Butter durch deine Haut dringen kann... Brrr. Ein Streich, und Du kannst Deine Geschichten in der Unterwelt erzählen und Deine Lieder in den weiten Hallen von Walhalla singen... |
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Sharpe muß am Ende nur noch eins entscheiden. Er hat mit der kruden Klinge gefochten, die Harper gemacht hatte, und hier ist die elegante Klingenthal von Leroux, sein Objekt der Begierde von Anfang an... |
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...Yet Sharpe's sword was lucky. There was a soldiers' goddess and her name was Fate and she had liked the sword Harper made for Sharpe. The Kligenthal (sic!) was stained with the blood of friends, with the torture of flayed priests, and the beautiful sword contained not luck, but evil... ...From now on this old sword with its dull scabard, would be his sword and Fate's weapon; Sharpe's sword..." from book "Sharpe's Sword" by Bernhard Cornwell, HarperCollins Publishers, London, paperback edition 1994 (first published 1983) |
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| Einige Buchempfehlungen:: |
Das Nibelungenlied, Texte sind auch im Internet: English: www.gutenberg.org, Deutsch: http://gutenberg.spiegel.de, Sharpes Sword (englisch) by Bernard Cornwell The last Kingdom/The
Pale Horseman/The Lords of the North (englisch) by Bernard Cornwell, Das letzte Königreich (The last Kingdom), Bernard Cornwell, im Januar 2007 auf deutsch erschienen Rhinegold/Rheingold (englisch und deutsch) by Stephan Grundy, ein Buch, das ich sehr mag, über die Nibelungen, Siegfried und die alten nordischen Götter. Mächtige Gestalten adequat dargestellt.
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| Wo gibt's die Filme? |
Die liefen auf RTL im deutschen Fernsehen, und endlich wird es sie nun auch bei uns auf DVD geben, erhältlich ab 8. November 2007 in limitierter Auflage! |
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| Bildherkünfte: |
Hintergrundbild: Fundort: http://www.mmsseiten.privat.t-online.de/ga-002.htm , Bild 1: Internet, Bilder 2,3,4,5: Screencaptures
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| rg/03.März 2007 | |||
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