"...Bernard Cornwell and Eoghan Harris may have created the concept. But we were the guardians of the integrity of our characters. And in the final analysis what you see on screen is down to us..."
Jason Salkey aka Rifleman Harris

Zitat

 

 

Quelle
 

"Rifleman Harris Video Diary No 4" - Film, 2004 -- rg/25. August 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Harris No 4

(über Sharpe's Sword)


Die Scharfschützen - Jenseits des Todes

Richard Sharpe, Major - Sean Bean
Patrick Harper, Sergeant - Daragh O'Malley
Rifleman Harris - Jason Salkey
Rifleman Hagman - John Tams
Rifleman Perkins - Lyndon Davis
Rifleman Cooper - Michael Mears
Rifleman "Tongue" - Paul Trussell

 

 

 

 

Dies ist sicherlich Harris's Episode. Es geht um die Dreharbeiten zu "Die Scharfschützen - Jenseits des Todes", in der wir die wunderbare Szene mit Harris in der Bibliothek sehen. Die ganze Nacht sucht er nach einem bestimmten Buch... Jason Salkey selbst sagt, es war eine wichtige Episode für ihn - endlich hatten die Autoren einem der "Chosen Men" einen für die Entwicklung des Films wichtigen Part gegeben.

Das hätte ruhig öfter passieren können, sagt Salkey, und das sagen wir auch. Ja, wir hätten gerne mehr von diesen exzentrischen Charakteren, die die Serie so einzigartig machen, gesehen!

Aber zurück zur Filmerei. Immer noch sind Cast und Crew in der Ukraine. Sie müssen noch den nächlichen Angriff aufnehmen - und das müssen sie unbedingt jetzt machen, und es dürfen keine Fehler passieren, denn sie werden in Kürze die Ukraine Richtung Portugal verlassen. Dort können sie die Szene auf keinen Fall nachdrehen - das würde zuviel kosten.

Es ist das dritte Jahr, in dem gefilmt wird, immer in der Ukraine, und sie möchten endlich wegkommen. Portugal - das klingt wie das verheisene Land für die Männer und Frauen. Was sie nicht wissen: Sie werden nicht zurück auf die Krim kommen. Das war das letzte Mal, das hier gefilmt wurde.

So wird der Abschiedsgruß tatsächlich ihr letzter sein.

 

Im wirklichen Leben müssen nun alle nach Portugal gelangen. Sean Bean, John Tams und einige andere entscheiden sich, lieber nicht das russische Flugzeug zu besteigen, dass eigens für die Filmcrew gecharter wurde. Sie werden mit dem Zug fahren - über London, eine wirklich lange Reise, und wir sind froh, als wir sie alle wieder vereint auf dem Film-Set in Portugal sehen. Sean Bean sieht ein wenig hager aus, so als ob er eine Woche lang nicht geschlafen hat, aber doch zufrieden, dass er kein Flugzeug besteigen mußte.

 

 

Die Harris Diaries:

Harris No 1 - über die Dreharbeiten zu "Sharpes Gold"

Harris No 2 - Ende von Sharpes Gold, Anfang von Sharpes Battle

Harris No 3 - Sharpes Battle - Nachruf auf einen "Chosen Man"

Harris No 4 - Sharpes Sword - Rifleman Harris und seine Liebe zu Büchern


Harris No 5 - Sharpes Regiment und ein schrecklicher Unfall

Harris No 6 - Sharpes Mission

Harris No 7 - Sharpes Siege

Besuch bei Jason Salkey - Ein Report

(more to come!)


In Portugal scheint jeder ganz schön relaxed zu sein. Der tägliche Drehplan kann nicht zu streng gewesen sein. Oder ist das nur die Erleichterung, wieder zurück im guten alten Europa zu sein? Anständiges Essen zu bekommen? Viel muß nicht mehr gefilmt werden. Es geht im wesentlichen um die Szenen im Schloss und dessen Umgebung - und um den Schwertkampf zwischen Simmerson und dem Padre.

Diese beiden... Die Schauspieler nehmen Ihre Rollen sehr ernst - und üben an dieser Szene, wann immer sie können.

Es ist ausgesprochen unterhaltsam, die beiden zu sehen - in wechselnder Bekleidung - mal tragen sie Teile ihrer Kostüme, dann wieder modernes, aber immer umtänzeln sie einander elegant, die Degen in den Händen - nur das der Gewinner nicht immer derselbe ist :-)

Zwischenzeitlich hat Sean Bean es nicht gerade leicht - ständig muß er sich bei den verschiedenen Szenen, die noch gedreht werden, erinnern, in welchem Heilungsstadium seine zahlreichen "Wunden" gerade sind...

Und Jason Salkey? Hier, in der Bibliothek des Schlosses, spielt endlich seine große Szene - die Suche nach dem so wichtigen Buch "Candide" und Simmersons unbewußte Hilfestellung dabei. Und da Herr Salkey nicht zur gleichen Zeit spielen und Drehen kann, ist dies die eine Szene, von der es keine Aufnahmen in diesem Video-Tagebuch gibt.

Als Ausgleich sehen wir eine andere Einstellung in großer Ausführlichkeit. Es ist die, in der Sharpe, immer noch ganz schön angeschlagen von seinen Verletzungen, langsam die Linie seiner Männer abschreitet und von jedem etwas bekommt. Das ist die letzte Szene, die während dieser Session gedreht wird.

 

Es ist November 2004, und sie sind in Portugal. Wenn diese Szene im Kasten ist, wird es vorbei sein ... und vielleicht für immer. Zu diesem Zeitpunkt weiß keiner, ob es eine weitere Staffel geben wird. Nichts ist bis dahin entschieden So wird das lange Drehen dieser letzten Einstellung auch zu einem langen Abschied - sagt Jason. Es war, als ob keiner ans Ende dieser Szene kommen wollte, die gleichzeitig das Ende von allem markierte.

Die letzte Einstellung...

Und ich? Ich wollte festhalten, was Jason hier sagt. Also habe ich diese Szene immer wieder und wieder gespielt. Ihr wißt schon, wie das geht, wenn man etwas mitschreiben will. Man spielt ein kurzes Stück, und stoppt. Man läßt zurücklaufen und wiederholt, weil man natürlich nicht so schnell schreiben konnte, wie gesprochen wurde. Und so geht das immer weiter und weiter.

Und es war faszinierend. Während ich immer vor und zurückgesprungen bin, hat sich allmählich alles vermischt. Ich konnte nicht mehr unterscheiden, wo die Szene beginnt und endet.

Sean Bean - Richard Sharpe, die Männer, wenn habe ich tatsächlich gesehen? Ich kann es nicht sagen, aber es ist eine der wahrhaftigsten Szenen der ganzen Serie. Intensiv. Realität und Fiktion vermischen sich. Man sieht Sean Bean, wie er zwischendrin eine Zigarette raucht, aber er "ist" es nicht - es ist Richard Sharpe... Und wer ist nun der Mann, der da die Linie abschreitet? Es ist, es muß Sean Bean sein, wie er sich von seinen Kameraden verabschiedet, mit denen er so lange alles geteilt hat...

Das war, als ich erkannte, dass dieser 4. Teil der "Harris Diaries", der über das "Schwert", eigentlich das wiederspiegelt. Das, was ich in den früheren Teilen so bewundert hatte, die Leichtigkeit, mit der Herr Bean umschaltet in seinen Film-Charakter, hier nicht vorkam.

Hier, in dieser Episode sind die Grenzen zwischen dem Gespielten und dem Spieler aufgehoben. Und ist das, so frage ich mich, begründet durch die Magie des Schwerts? Steht das "Schwert" nicht immer noch, auch heute, für das, was wir suchen, wenn wir Filme wie "Sharpe" anschauen? Das Abenteuer in unserem Leben - ob imaginär oder wirklich.

Als ich diese Website begonnen habe, war das ein Abenteuer für mich, dass mit meiner Bewunderung für "Die Scharfschützen" begonnen hatte.

Als ich mehr über die unglaublichen Hintergründe der Filmarbeiten erfuhr, habe ich auch angefangen, den Mut dieser Leute zu bewundern, die dieses Abenteuer gelebt haben.

Und ich bin irgendwie auch sicher, das die Arbeiten an den Harris Videos als ein solches gesehen werden kann...

 

...und hier schließt sich der Kreis. Was in den Schatten der Vergangenheit begann und uns durch diese wunderbare Erfindung - die Magie des geschriebenenWortes - nahegebracht worden ist, die Erzählungen der Helden und ihres niemals endenden Kampfes, der das Leben war und ist, wird in dieser Folge zusammengebracht: Das Schwert und das Buch. Und beide erzählen sie uns das eine:

Das Abenteuer lebt.

 

Wo gibt's die Harris Diaries?

Jeweils aktuelle Bestellinfos hier oder direkt bei Jason Salkey als Video oder DVD über seine website www.riflemanharris.co.uk zu beziehen.

Jason Salkey hat enorme Arbeit und Sorgfalt in diese Eigenproduktionen gesteckt, deshalb bitte nur die Originale von ihm selbst beziehen. Er kommentiert in allen Diaries mit seiner klaren und gut verständlichen "Rifleman-Harris"-Stimme

 

Bildherkünfte:

Bildvorlagen Hintergrundbild und Bild 1: Screencapture vom "Harris Diary No 4", Fundort: www.compleatseanbean.com mit freundlicher Genehmigung von Jason Salkey

 

  rg/6. November 2007
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