"...While we were no strangers to physical pain those of uns further down the ranks were suffering pain of a different sort: You've heard about the many moans about how little dialogue was written for us or how the Chosen Men are often in a scene just a fill in the background.

Not content with relegating us to mere wallflowers we also felt slightly taken for granted. Us regulars were there ever present.

Hardened veterans of the Sharpe carnival without the need to be niced up to (?)..."
Jason Salkey on the Set of /Sharpes Battle

Zitat

 

 

Quelle:
 

"Rifleman Harris Video Diary No 3" - Film, 2003-- rg/7. Juni 2006

 

 

 

 

 

 

Harris No 3

(über Sharpe's Battle)


Die Scharfschützen - Die Wolfsjagd

Richard Sharpe, Major - Sean Bean
Patrick Harper, Sergeant - Daragh O'Malley
Rifleman Harris - Jason Salkey
Rifleman Hagman - John Tams
Rifleman Perkins - Lyndon Davis
Rifleman Cooper - Michael Mears
Rifleman "Tongue" - Paul Trussell

 

 

 

 

 

Der kreative Prozess - was ist das genau?

Was treibt jemanden dazu, seine Kamera zu nehmen und Bild für Bild für Bild zu schießen? Jason Salkey muß einen Grund gehabt haben, der über das offensichtliche hinausgeht. Er wird nicht müde, weiterzumachen, im Gegenteil: als seine Videokamera einem Unfall zum Opfer fällt, ist es ihm das wichtigste, eine neue zu finden.

Zum Glück für uns findet er tatsächlich eine, und die neue Kamera ist sogar besser als die alte.

Im 3. Video Diary nimmt der Abschied von Lyndon Davis, der den Rifleman Perkins spielt, einen breiten Raum ein. Perkins ist bei weitem der jüngste unter ihnen. Gerade mal 16 Jahre alt, und damit fast noch ein Kind.

Ben Perkins stirbt in dieser Sharpe Episode und von dem, was wir im Diary sehen, ist der korrespondierende Abschied vom Schauspieler Lyndon Davies, der daraufhin den Sharpe Set für immer verläßt, genaus schlimm für seine Schauspielerkollegen, wie sein Filmtod für seine Scharfschützen-Kameraden.

Tatsächlich erahnt man unter der Oberfläche von Jason Salkeys leicht ironischem Ton eine Traurigkeit, gut versteckt, denn wir leben ja in einer Zeit der Coolness und nichts kann uns so leicht berühren.

 

The Harris Diaries:

Harris No 1 - über die Dreharbeiten zu "Sharpes Gold"

Harris No 2 - Ende von Sharpes Gold, Anfang von Sharpes Battle

Harris No 3 - Sharpes Battle - Nachruf auf einen "Chosen Man"

Harris No 4 - Sharpes Sword - Rifleman Harris und seine Liebe zu Büchern


Harris No 5 - Sharpes Regiment und ein schrecklicher Unfall

Harris No 6 - Sharpes Mission

Harris No 7 - Sharpes Siege

Besuch bei Jason Salkey - Ein Report

(more to come!)


Das bringt mich zurück zu den Gründen von Jason Salkeys Filmemachen - oder vom Filmemachen generell. Ist da nicht irgendetwas, dass wir wahrnehmen sollten? Eine Story hinter der Story, die erzählt werden will? Ein Blick der mitgeteilt sein will?

Mit "Sharpe" wird es immer die Filme geben, diese Bilder werden nie vergessen sein. Aber was ist mit dem ganz alltäglichen Mut der Schauspieler und Arbeiter am Set? Dieser ganzen Schattenwelt hinter den Kameras? Wer erzählt ihre Geschichte?

Mit der schwierigen Zeit des Filmemachens, die unheimlich die Geschehnisse auf der Leinwand widerspiegelt, scheint es angemessen zu sein, dass sich mit J. S. ein begabter Erzähler dieser Geschichten hinter der Geschichte gefunden hat. .

Und Jason Salkey ist etwas, das man nicht oft findet: Ein ehrlicher Mann. Und so bekommen wir eine ehrliche Arbeit. Dies scheint besonders auf diese Episode zuzutreffen.

 

Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert. "Sharpes Battle" erzählt seine Story geradeheraus, direkt und mit einer schmerzhaften Offenheit. Ist es ein Zufall, das Salkeys Bericht "offscreen" genauso brutal direkt ist?

Es ist dies: Man konsumiert einen Film, und für 1,5 Stunden wird man in eine andere Welt versetzt. Man lebt das Leben anderer Neute, man erträgt sogar den Tod einiger dieser Menschen. Aber nach diesen 90 Minuten? Das Nachleben eines Films ist kurz. Man mag geweint haben und so unglücklich wie die Filmfiguren gewesen sein, doch am Ende? Man erinnert sich plötzlich wieder, das das alles Blendwerk war. Kein wirklicher Tod, kein realer Verlust, alles war nur Schein und am Ende stehen die Schauspieler auf und gehen ihrer Wege.

Man denkt nie darüber nach, was es für die Schauspieler wirklich bedeutet. Jason Salkey jedoch läßt uns hier nicht aus. Was ist die Realität für die Schauspieler? Nach drei Jahren gemeinsamer Arbeit verliert die Filmfamilie eines ihrer Mitglieder. Es wird keine Späße mehr mit Lyndon Davis geben, keine Feiern, das ist aus und vorbei. Für immer. Nach der letzten großen Abschiedsparty wird Lyndon für immer den Set verlassen. Einige letzte Fots werden gemacht, und dann - ist er auch schon fort...

So, das war's mehr oder weniger. Nach den letzten Dreharbeiten hier wird die Filmcrew die Ukraine verlassen, und es wird nach Portugal und in die Türkei gehen. Aber das ist dann eine andere Geschichte - und ein anderes Harris Diary.

 

Wo gibt's die Harris Diaries?

Jeweils aktuelle Bestellinfos hier oder direkt bei Jason Salkey als Video oder DVD über seine website www.riflemanharris.co.uk zu beziehen.

Jason Salkey hat enorme Arbeit und Sorgfalt in diese Eigenproduktionen gesteckt, deshalb bitte nur die Originale von ihm selbst beziehen. Er kommentiert in allen Diaries mit seiner klaren und gut verständlichen "Rifleman-Harris"-Stimme

 

Bildherkünfte:

Bildvorlagen Hintergrundbild und Bild 1: Screencapture vom "Harris Diary No 3", Fundort: www.southessex.co.uk, mit freundlicher Genehmigung von Jason Salkey

 

  rg/7. Juni 2006
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