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Wir sehen ihn das erste Mal, als er zusammen mit seiner Frau Catelyn dem Bogenschieß-Unterricht ihres jüngsten Sohnes Bran zusieht - der 10jährige gibt sich zwar redliche Mühe, aber offensichtlich ist er nicht gerade der geborene Schütze. Als seine etwas ältere Schwester Arya - ein richtiger Wildfang - zeigt, wie's geht, und mitten ins Schwarze trifft, sind alle amüsiert. Ein leichtherziger Augenblick, der schnell vorüber ist. |
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Ein Deserteur wird von der "Mauer" - einer gigantischen Grenzbefestigung - zurückgebracht und Lord Stark hat keine Wahl, denn auf Desertation steht der Tod, und Eddard Stark wird ihn selbst vollstrecken. "Wer das Urteil spricht, der soll auch es auch ausführen" - ein Grundsatz, der diesen ehrbaren, strengen Lord sofort charakterisiert. Ein liebevoller Familienvater, regiert er sein Reich streng, aber gerecht. Offenbar eine Notwendigkeit in dieser eigenartig wirklichen Phantasiewelt, die der Autor G.R.R. Martin erfunden hat. Das Ganze ist irgendwie mittelalterlich. Es gibt Ritter, Pferde, Rüstungen, Schwerter, und alles, was das Herz sonst begehrt - inbegriffen schöne Damen und tapfere Edelmannen, Intriganten und Opfer und eben diesen Eddard Stark. Schon in der ersten
Episode ist Sean Beans Herr des Nordens so punktgenau getroffen,
daß man überhaupt nicht beginnt
darüber nachzudenken, wie gut er wohl "gespielt" ist.
Natürlich ist es eine Rolle, aber Sean bringt das
Kunststück fertig, Eddard Stark so perfekt zum Leben
zu erwecken, daß er schon immer dagewesen zu sein scheint,
auf alle Fälle aber schon lange, bevor diese erste Episode uns
mit ihm und seiner Familie bekannt macht. Dann ein Blick, und noch einmal einer, so wie nur Sean es kann, und wir lesen in seinem Gesicht alles ab, was dieser Eddard Stark ist. Daß der König, der extra mit seinem ganzen Hofstaat und seiner Familie nach Winterfell gereist ist, unbedingt IHN haben will als seine "Hand" - und nur ihm vertraut, das versteht sich hier fast schon von selbst... |
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| EFi: Ich bin noch immer bei der 1. Folge. Vielleicht lag es an meinem eher kleinen Bildschirm, aber die die Malereien, die den Hintergrund vergrößern sollten und die Spezialeffekte waren so klar und deutlich als solche erkennbar, wie auch die künstlichen Bauten ihr Leben als Modelle nicht verleugnen konnten. Vor allem die Burganlage der Starks sah ein bißchen aus wie die Türme in einem Schachspiel. Und auch die Figuren hatten noch keine Tiefe, außer denen von Ned Stark und seinem König Robert Baratheon, was aber auch und vor allem an deren Darstellern liegt. Sean Bean und Mark Addy haben definitiv Spaß miteinander zu spielen, beide sind auch im wahren Leben aus dem Norden und das merkt man bei der Anlage ihrer beider Rollen. | |||||
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| rg:
Vor lauter
Begeisterung über Sean Bean und Mark Addy hätten wir
fast vergessen, noch auf die anderen Handlungsstränge der
Geschichte einzugehen. Warum der König einen getreuen zweiten
Mann braucht, wird schnell verständlich, wenn die
Königin Cersei aus dem Hause Lannister, gespielt von Lena
Headey, die Szene betritt. Eine kühle, hoheitsvolle
undurchschaubare Dame, die begleitet wird von ihren Brüdern:
ihrem Zwillingsbruder, dem überaus gut aussehenden, arroganten Ser Jaime (Nicolaj
Coster-Waldau) der ihr auf Schritt und Tritt folgt, und dem
zwergenwüchsigen Tyrion (Peter Dinklage), der sich nicht lange
lumpen läßt, sobald eine willige Weibsperson in der
Nähe ist. Und dann sind da noch die Nachkommen des alten Königs, der von Robert Baratheon vom "Eisenthron" vertrieben worden ist: Viserys Targaryen und seine Schwester Daenerys, zwei wie verwunschen wirkende, feenhafte Königskinder, die im fernen Reich über dem Meer Zuflucht gefunden haben. Und obwohl es hier unter einer südlichen Sonne recht angenehm wirkt, wird Viserys nur von einem Wunsch getrieben: Er will um jeden Preis zurück auf den Thron, und so verschachert er seine junge, unschuldige Schwester ohne irgendeinen Skrupel an den barbarischen, kampfstarken Khal Drogo. Dem einzigen Mann übrigens, der von den Machern der Serie nicht unentwegt in geschätzte 8 Lagen Kleidung gehüllt wird! |
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EFi: Zur Abwechslung sind jedoch ständig Frauen in unbekleidetem Zustand zu sehen, während die Männer fest in reichliche Stoffmengen gewickelt bleiben - selbst im Bett. Ob sich das in den kommenden Folgen ändert? Schön wärs ... rg: Tja, natürlich war da noch die Sache mit den Jahreszeiten: So, wie ich das verstanden habe, ist jetzt für viele Jahre Sommer gewesen? Und damit soll ja nun Schluß sein: Das Wetter schlägt um, und es wird kälter in Westeros. Deshalb die ganze dicke Kleidung, denn schließlich, wie sagt Sean Stark (oder meine ich Ned Bean) so schön... |
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rg & Evi/upload 27.04.2011 |
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Game of Thrones - Folge 1 "Der Winter naht"
Gedanken über die Serie von rg & EFi / 27.04.2011